Feuerwehrförderverein Beilrode e.V.
|
Hier sehen Sie unseren TLF G5
Technische Daten:
Baujahr: 1956 Besatzung: 1 : 6 Motor: 6 Zylinder Leistung: 120 PS Höchstgeschwindigkeit: 60 km/h 3 -Stufige Kreiselvorbaupmpe Förderleistung: 1500 l/min 2500 Liter Löschwasser 200 Liter Schaumbildner |
|
|
|
GeschichteProduziert wurde er von 1952 (Prototyp) bis 1964 im VEB Kraftfahrzeugwerk „Ernst Grube“ Werdau, welches Teil des IFA war. Bis 1945 waren dies die Schumann-Werke in Werdau (Sachsen). Die Entwicklung des Lkw begann bereits im Zweiten Weltkrieg bei der Firma Vomag. Da die Vomag kurz nach dem Zweiten Weltkrieg von der sowjetischen Besatzungsmacht komplett demontiert und zerschlagen wurde, wurde die Entwicklung bei der Auto Union beziehungsweise bei Horch fortgesetzt. Es ist deutlich erkennbar, dass das Fahrzeug auch in der DDR für den militärischen Einsatz gedacht war. Das „G“ steht für Gelände und die „5“ für 5 t Nutzlast. Es sind zudem eine Vielzahl von zusätzlichen Vorrichtungen für den Einsatz im Feld anbaubar. Das Fahrzeug konnte sich im Gelände hervorragend bewegen. |
TechnikDer G5 besitzt drei Achsen und ist allradgetrieben (6×6). Die Vorderachse kann abgeschaltet werden (6×4), was besonders beim normalen Betrieb auf der Straße sinnvoll ist.
Das Fahrerhaus gibt es in verschieden Versionen, so beispielsweise ein geschlossenes Führerhaus, ein Führerhaus mit Langkabine, ein Führerhaus mit Stoffverdeck und abklappbarer Frontscheibe. Die Lkw G5 und H6, die etwa zur gleichen Zeit in Werdau gebaut wurden, weisen zum Teil gleiche Baugruppen auf. Um vor allem den Einsatz im Gelände zu verbessern, wurde der nicht mehr in Serie gebaute G5/3 mit einer Reihe von Verbesserungen entwickelt und mit einem stärkeren Motor ausgerüstet. |
|
|
|
EinsatzHauptkunden für diesen Lkw waren die Kasernierte Volkspolizei bzw. NVA und die Volkspolizei. Größere Bekanntheit erlangten die Fahrzeuge der Kampfgruppen und die Version als Wasserwerfer, welche am 13. August 1961 beim Bau der Berliner Mauer eingesetzt wurden. Da in der DDR Lastkraftwagen nicht in ausreichender Stückzahl vorhanden waren, wurden außer Dienst gestellte G5 der NVA später bei Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften und in der Wirtschaft weiterverwendet, beispielsweise als Treibstofftransporter für Minol. Aber auch bei der Feuerwehr kam der G5 zum Einsatz, vor allem als Tanklöschfahrzeug (TLF 15). Gerade in der Wirtschaft zeigten sich die Diskrepanzen von Soll und Ist – waren für den Armeeeinsatz 5 Tonnen Nutzlast zumeist ausreichend und die Geländegängigkeit wichtig, so war es in der Wirtschaft genau andersrum. Ein dreiachsiger Allradtankwagen mit nur 4000 Litern Tankinhalt steht ökonomisch und ökologisch gesehen in keinem guten Verhältnis von Aufwand und Nutzen. |
WeiterentwicklungEs gab die Generationen G5/1 und G5/2. Der von Grund auf neu entwickelte Nachfolger des G5 sollte der G5/3 werden. Vorgesehen war ein luftgekühlter V8-Dieselmotor mit 150 PS Leistung bei einem Hubraum von 12,5 Litern. Das wiederum dreiachsige Fahrzeug sollte Einzelbereifung mit Reifendruckregelanlage erhalten. In den Jahren 1958/59 und 1961 wurden vier Funktionsmuster und zwei Fertigungsmuster gebaut. Im Mai des Jahres 1962 wurde die Entwicklung des G5/3 abgebrochen. Anlass dazu war die Entscheidung für den Serienbau des W50. Die Ursachen für den Abbruch sind allerdings der damaligen wirtschaftlichen Situation in der DDR geschuldet. Insbesondere die Motorenentwicklung und die Bereifung bereiteten dabei Probleme. Außerdem wurden die im Herstellerwerk in Werdau für die Serienfertigung notwendigen Investitionen angesichts des Bedarfs seitens der NVA und der fehlenden Exportchanchen als zu hoch angesehen. Die immer wieder verbreitete Aussage, der später für die NVA aus der Sowjetunion eingeführte Ural 375 D sei auf der Basis des G5/3 entwickelt worden, muss ins Reich der Legenden verwiesen werden. Außer der Grundkonzeption als dreiachsiger einzelbereifter Allrad-Lastkraftwagen für vornehmlich militärische Zwecke gibt es keine konstruktiven Gemeinsamkeiten beider Fahrzeugtypen. |
|
| Quelle: Wikipedia Bildrechte beim Feuerwehrförderverein Beilrode e.V. |
|



